Weniger Bürokratie an NRW-Schulen: Land setzt auf vier Maßnahmen
von Ruhr24
Künstliche Intelligenz und effizientere Abläufe sollen Schulen in NRW entlasten. Das sind zwei von vielen Maßnahmen, um Bürokratie an Schulen abzubauen. Die Ministerin für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen, Dorothee Feller (CDU), stellte das Konzept im Landtag vor.
Schulen in NRW: Weniger Verwaltung, mehr Unterricht
Schulleiter verbringen Stunden mit Abfragen statt mit Pädagogik. Das soll sich jetzt ändern. Nordrhein-Westfalen startet eine Offensive gegen die Bürokratie an Schulen. Das ist aktuell nicht die einzige Neuerung. Eine andere neue Maßnahme an Schulen erweitert eine bereits bekannte Regel. Anfang des Jahres hatten Schulleiterinnen und Schulleiter die Chance, ihre Vorschläge zum Bürokratieabbau an das Ministerium zu senden. Daraus sind rund 300 eigenständige Ideen entstanden.
Als erste Maßnahme setzt das Ministerium alle Abfragen an Schulen auf null. Bis März 2026 müssen die Bezirksregierungen entscheiden, welche wirklich nötig sind. Ziel ist es, die Abfragen auf ein notwendiges Mindestmaß zu reduzieren, wie es in der Mitteilung der Landesregierung heißt.
Die vier Säulen des Bürokratieabbaus
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Sammelstelle: Schulleiterinnen und Schulleiter haben 460 E-Mails mit Ideen eingeschickt, diese hat das Ministerium zu 300 Vorschlägen gebündelt.
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Abfragen streichen: Alle Abfragen an die Schulen auf null gesetzt, Begründungspflicht bis März 2026.
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Prozesse optimieren: Arbeitsgemeinschaft aus zwei Bezirksregierungen prüft sechs Monate lang Verwaltungsabläufe.
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KI nutzen: Schulungen und Tools für Künstliche Intelligenz in der Verwaltung anbieten.
Weniger Bürokratie an NRW-Schulen: Das sind die Maßnahmen
Viele Schulleiter wünschen sich einfachere Prozesse bei Personal und Verwaltung. Zwei Bezirksregierungen prüfen nun sechs Monate lang alle Abläufe. Aus diesen sollen Verbesserungen hervorgehen.
Das Ministerium setzt vor allem auf Künstliche Intelligenz. KI kann besonders Verwaltungsaufgaben erleichtern. Noch im November starten spezielle Schulungen für Schulleiterinnen und Schulleiter. Arndt Hilse von der Bonner Karl-Simrock-Hauptschule bestätigt in einer Pressemitteilung des Landes den Bürokratieaufwand: „Die Verwaltungsaufgaben haben sich in 15 Jahren fast verdoppelt.“
Diese Regeln sind bereits in Kraft: Homeoffice in NRW
Nicht alles, was Schulleiterinnen und Schulleiter gerne ändern würden, betrifft jedoch das Schulministerium. Einige Vorschläge betreffen die Schulträger. Das Ministerium will mit den Kommunen sprechen. Manche Wünsche sind allerdings bereits möglich, aber anscheinend nicht bekannt genug. So dürfen Schulleitungen im begründeten Einzelfall von zu Hause arbeiten. Das steht schon in der allgemeinen Dienstordnung. Viele Schulen wussten das offenbar nicht.